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Habichtswald-Klinik Unser Informationsservice zum Thema: Entzündliche Darmerkrankungen und AYURVEDA
Bei entzündlichen Darmerkrankungen ist das subtile Gleichgewicht zwischen Abwehr und Toleranz gestört. Die Abwehrleistung des menschlichen Organismus ist dabei soweit gesteigert, dass die eigenen Darmschleimhautzellen geschädigt werden. Während schulmedizinische Methoden sich darauf beschränken, die Abwehr zu unterdrücken (z B. mit Kortison) oder den Ort des pathologischen Geschehens einfach herausschneiden (z. B. Teilresektion), versuchen naturheilkundliche Verfahren das gestörte Gleichgewicht wieder herzustellen. Hierzu können beispielsweise Ernährung und Mikrobiologische Therapie, aber auch psychotherapeutische Verfahren einen großen Beitrag leisten. Einen
konstitutionell ausgerichteten Ansatz verfolgt der AYURVEDA: In der folgenden
Kasuistik wird anschaulich dargestellt, wie mit innerlichen und äußerlichen
Fetten ein Ausgleich der „fehlgeleiteten Energien“ geschaffen wird, der schon
nach wenigen Tagen zu einer subjektiv spürbaren Verbesserung der Symptomatik
führt.
46-jährige Patientin
- - Thyreoideateilresektion (Rechter Lappen) 1984 - HWS-/LWS-Syndrom
Entzündliche Darmerkrankungen - Vorgeschichte: Die
Patientin kommt jetzt zur Aufnahme bei starkem Dauerschmerz im rechten
Unterbauch, verursacht durch eine Stenosierung und Briden im Bereich der
Anastomose. Des Weiteren besteht eine Lumbalgie und seit zwei Jahren eine
Einschlafstörung. Stuhlfrequenz: sechsmal täglich dünnflüssiger Stuhl, kein
Schleim- oder Blutabgang. Gegen Abend zunehmende
Bei Aufnahme weist die Patientin
abdominell reizlose Operationsnarben auf. Es besteht Ruhe- und Druckschmerz im
rechten Unterbauch, kein
Entzündliche Darmerkrankungen - Therapie und Verlauf: Aus ayurvedischer Sicht hat die Patientin eine Pitta-Vàta-Konstitution (Prakrti) mit Vàta-Aggravation. Die Vàta-Aggravation äußert sich sowohl in abdominellen Schmerzen (ayurvedisch: Sùla) als auch in Lumbalgie und Einschlafstörung. Auf der Grundlage des Pancakarma-Konzepts wird ein kurzzeitiges Heilverfahren eingeleitet mit dem Ziel einer spezifischen Vàta-Beruhigung. Das Therapieverfahren enthält im einzelnen folgende Elemente: I. „Mobilisierende Maßnahmen“ (Pùrvakarma): Snehana („Therapie mit Ölen und Fetten“), dieses hat zwei Aspekte: Hierzu gehören äußerliche Anwendungen mit speziellen Ölen und Fetten ebenso wie das Snehapána, das ist die Einnahme eines speziell aufbereiteten Butterfetts. Svedana („Schwitztherapie“): in diesem Falle handelte es sich dabei um eine Dampfsauna mit spezifischen Kräutern. II. „Hauptmaßnahmen“ (Pradhànakarma): Anulomana, milde Abführtherapie Zu diesen „Hauptmaßnahmen“ hinzu werden noch spezielle äußerliche Anwendungen gegeben, in diesem Falle insbesondere Upanàhasveda (spezielle Wärmebehandlung für den Bereich der Wirbelsäule) und Udarabasti ( spezielle Auflage zur Beruhigung der abdominellen Vàta-Störung). Grundlage des ayurvedischen Vorgehens ist größtmögliche Berücksichtigung der Individualität. So werden die Öle und Fette für innerliche und äußerliche Therapie auf den einzelnen Patienten abgestimmt. Der Therapieverlauf gestaltete sich folgendermaßen:
Über den ganzen Zeitraum ist die Kost speziell zusammengesetzt. Die abdominelle Schmerzsymptomatik zeigt zunächst einen undullierenden Verlauf, hat bei Ende des Therapieverlaufs jedoch deutlich abgenommen, insbesondere besteht kein Dauerschmerz mehr. Die Patientin selbst beschreibt, die „Narbenzüge seien weniger schmerzhaft“. Die Frequenz des Stuhlgangs ist unverändert, in der Konsistenz sei der Stuhl jedoch „fester“. Ab dem 6. Behandlungstag (an diesem Tag wird das milde Abführen durchgeführt) besteht keine Schlafstörung mehr. Die Lumbalgie lässt sich durch die entsprechende Behandlung ebenfalls positiv beeinflussen. Aus ayurvedischer Sicht hat eine Vàta-Beruhigung begonnen, die durch entsprechende Diätetik auch in der Folge positive Auswirkungen zeigen wird. E-mail: info@ayurveda-klinik.de Adresse: Ayurveda-Klinik Kassel, Habichtswald-Klinik, Wigandstrasse 1, D-34131 Kassel. Ananda S. Chopra(Dr. Kalyani Chopra, Leitende Ärztin der Ayurveda-Klinik Kassel)
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